Loslassen – der Schlüssel zum Glück

„Lerne loszulassen. Das ist der Schlüssel zum Glück.“
– Buddha

Wir halten so viel fest – oftmals ist uns die gar nicht bewusst

Es gibt so viele Dinge an denen wir festhalten können. An unserem vermeintlichen Besitz, an unserem sogenannten Status, an unserem gesellschaftlichen Ansehen, an unserem äußeren Erscheinungsbild oder an unserer festgefahrenen Meinung.

Wir können auch an unseren negativen Emotionen festhalten. Wir können uns so sehr an unsere Angst, unsere Wut, unseren Neid, unsere Missgunst, unseren tief sitzenden Zorn und Hass klammern, ohne dabei zu merken, dass wir uns damit selbst die größte Verletzung zufügen. Hinzu kommt, dass diese Emotionen allesamt fest verknüpft sind mit Erlebnissen aus der Vergangenheit, die wir, paradoxer Weise, aber um alles in der Welt nicht mehr länger bei uns haben wollen. Und dennoch halten wir so sehr an ihnen fest.

Und dann sind da noch die Menschen an denen wir festhalten können. Menschen, die wir auf keinen Fall in unserem Leben missen möchten. Eltern, Kinder, Lebenspartner oder Freunde. Menschen, die uns so viel bedeuten, dass wir schon jetzt den Gedanken nicht ertragen können, irgendwann ohne sie zu sein. Wir halten so sehr an ihnen fest, dass wir versuchen wollen, alles zu kontrollieren. Wir möchten am Liebsten alles im Leben unseres geliebten Menschen kontrollieren und das gemeinsame Leben mit diesem geliebten Menschen. Dabei merken wir oftmals nicht, dass wir mit dieser Kontrolle entstanden aus Angst diesen geliebten Menschen oder diese geliebten Menschen zu verlieren, sie immer mehr einengen. Wir legen ihnen unsichtbare Fesseln des Schutzes oder des Abnehmens an und engen sie damit immer weiter ein, bis wir ihnen vielleicht irgendwann die Luft zum Atmen genommen haben und genau das eintritt, was wir so sehr fürchteten. Sie wenden sich von uns ab.

Was passiert, wenn wir nicht lernen loszulassen?

Das Fatale daran ist, dass wir nicht nur die Menschen, die wir lieben, unsere negativen Emotionen oder unseren vermeintlichen Besitz festhalten, nein wir halten auch oder in erster Linie, uns dabei fest. Wir sind so sehr damit beschäftigt, so vieles festzuhalten, dass wir uns selbst immer mehr einengen und uns selbst die Luft zum atmen nehmen. Wir nehmen uns selbst die Chance, unserem eigenen Fluss des Lebens zu folgen.

Wir haben Angst loszulassen, weil jemand oder etwas für uns eine bestimmte Bedeutung hat, die wir fest mit einem Glaubenssatz verknüpft haben. Doch diese Bedeutung ist nur eine von uns erschaffene Illusion und der von uns dazu entwickelte Glaubenssatz die dazugehörige Fessel.

In Enge oder mit nicht sichtbaren Fesseln und Schnüren versehen, kann jedoch nichts wachsen, gedeihen und erblühen. Dies entspricht auch nicht dem Gesetz unseres Universums oder unserem wahren Sein. Vielmehr geht es genau darum, zu wachsen und zu erblühen.
Nichts ist von Dauer – Alles um uns herum befindet sich stetig im Wandel. Es ist ein ständiger Fluß, der nimmt und gibt.  Je mehr es uns gelingt das Festhalten loszulassen, desto mehr Wunder und Magie werden wir in unserem Leben spüren. Und wir werden noch etwas spüren und zwar Freiheit. Jede einzelne Fessel, die wir loslassen, bedeutet für uns ein Stück mehr Freiheit.
Freiheit, die uns zu unserem inneren Frieden und zur bedingungslosen Liebe führt.

Aus Fährten und Wellen :

„Durch diese Entscheidung habe ich im Laufe der Jahre auch verinnerlicht, dass kein anderer außer mir selbst die Verantwortung dafür trägt, dass es mir gut geht. Zu erkennen, dass ich niemand anderem die Verantwortung dafür übertragen kann, wenn ich fei und bedingungslos glücklich und in Frieden sein möchte, war zunächst enttäuschend und machte mich unglaublich traurig. Nach einer Weile aber ließ mich diese Erkenntnis auch die Vorstellung von der mich rettenden Hand loslassen, nach der ich mich so sehr sehnte.
Und damit befreite ich mich.
Damit begann ich wirklich zu heilen.“

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